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  Logos: „GIZ“ im Auftrag des BMZ“ in Kooperation mit „ZDH“  
  Ausgabe Nr. 3 | Oktober 2019  
  Skilled Crafts Newsletter  
Skilled Crafts and Trades Network 4 Africa
  Aktuelle Entwicklungen im Projekt und Themen zum Handwerk in der EZ
Ein Newsletter von Skilled Crafts and Trades Network 4 Africa
 
 
 
  Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Skillend Crafts and Trades Network 4 Afrika
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alle sechs Monate treffen wir uns im Sounding Board, einem Think Tank, der bestehende Aktivitäten im Vorhaben auswertet und der Projektleitung wichtige Orientierungen für die zukünftige Ausrichtung gibt. Vertreten sind das BMZ, der ZDH, die HwK Koblenz,
das Saar-Lor-Lux Umweltzentrum, die Baugewerblichen Verbände aus NRW, die GIZ Projektleitung sowie seit Kurzem zwei Handwerksmeister*innen. Auch beim vierten Treffen im September in Düsseldorf ging es um die Frage, wie es gelingen kann, Handwerk und Entwicklungszusammenarbeit besser miteinander zu verzahnen und welche Aufgaben das Vorhaben dabei übernehmen kann.

Bis Ende 2020 liegt der Schwerpunkt darauf, innovative Ansätze für den Auftraggeber BMZ zu entwickeln, die sich erfolgreich in die Breite tragen lassen.

Wie es danach weitergeht, planen wir derzeit zusammen mit dem BMZ und dem ZDH. Nach aktuellem Stand wird das Handwerksprojekt ab 2021 Teil eines Großvorhabens mit dem Fokus auf der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Verschiedene Vorhaben sollen so gebündelt werden, dass ein hoch effizientes Netzwerk im Inland verbunden mit einer Struktur im Ausland entsteht.
In den nächsten Monaten entwickeln wir dafür ein tragfähiges Konzept, mit dem sich die Erfolge unseres Projekts fortsetzen lassen.

Einige davon finden Sie in diesem Newsletter – wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!
Wenn Sie den haben und teilen möchten, dann klicken Sie doch auf „Weiterempfehlen“ unten im roten Bereich in diesem Newsletter.



Detlev Axel Jahn, Leiter des Vorhabens, und Team
 
 
Wenden Sie sich bei allen Fragen zum Vorhaben und bei Einsätzen vor Ort an:
skilledcrafts@giz.de
 
   
 
Vom ersten Kontakt zum gemeinsamen Projekt
» Frauen im Fokus: Sanitärhandwerk in Südafrika
» Ein Satz vom Einsatz vor Ort
Aus der Handwerkspraxis
» Werkstattplanung intensiv
Aktuell unterwegs
» Äthiopische Delegation in Karlsruhe und Freiburg
Termine und Fortbildungen
» Kommende Termine
» Fortbildung für Internationale Zusammenarbeit
Wir stellen vor
» Judith Cramer – Schreinermeisterin
 
  Vom ersten Kontakt zum gemeinsamen Projekt  
 
Frauen im Fokus: Sanitärhandwerk in Südafrika
Brigitte Schlichtung erklärt einer Teilnehmerin, worauf sie beim Einbau von Armaturen achten sollte. Foto: ©Lance Ledingham
Brigitte Schlichtung erklärt einer Teilnehmerin, worauf sie beim Einbau von Armaturen achten sollte. Foto: ©Lance Ledingham
Auf ihren Kurzzeiteinsatz in Südafrika hat sich Brigitte Schlichting gut vorbereitet: Mit einer vielfältigen Methodik und eigens entwickelten Arbeitsblättern vermittelte sie insgesamt rund 30 Berufsschüler*innen des „TVET College“ in Port Elizabeth die korrekte Installation von Armaturen und Wasserhähnen. Parallel dazu schulte sie die Trainer darin, den Unterricht teamorientiert und praxisnah zu gestalten. Im Fokus ihrer zweiwöchigen Reise in Kooperation mit dem GIZ-Vorhaben Berufliche Bildung für ökologisches Wirtschaften standen aber
vor allem die Frauen: Im südafrikanischen Sanitärhandwerk machen sie nur zwei Prozent der Fachkräfte aus und kommen aufgrund der traditionellen Rollenbilder oft nur als Schreibkraft zum Einsatz.

„Ich habe gezeigt, wie man als Frau in der Branche fachlich versiert und unternehmerisch erfolgreich sein kann. Dadurch wurde ich von den männlichen Kollegen vor Ort respektiert und zum Vorbild für die weiblichen Auszubildenden“, beschreibt sie den aus ihrer Sicht wichtigsten Erfolg der Reise. Dass künftig mehr Frauen das Sanitärhandwerk ausüben, wünscht sich auch der südafrikanische Branchenverband IOPSA. Einsätze wie der von Brigitte Schlichting sind dabei ein wichtiger erster Impuls, der eine stärkere Vernetzung vor Ort sowie nationale und internationale Partnerschaften fördert.

» GIZ- Vorhaben Berufliche Bildung für ökologisches Wirtschaften

Ein Satz vom Einsatz vor Ort
Liya, Auszubildende in Port Elizabeth
„Brigitte ist die erste weibliche Sanitärfachfrau, die ich je getroffen habe. Und sie ist auch noch Meisterin! Das hat mir Vertrauen gegeben: Ich bin mit meiner Ausbildung auf dem richtigen Weg.“
 
  Handwerksfond fördert internationale Kompetenz  
 
  Der von der sequa verwaltete Handwerksfonds bezuschusst innovative Maßnahmen, mit denen deutsche Verbände, Innungen und Handwerkskammern die internationale Zusammenarbeit in der Berufsbildung stärken. Stellen Sie jetzt Ihren Antrag: Antragsunterlagen  
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  Aus der Handwerkspraxis
 
 
Werkstattplanung intensiv
Ausführliche Besichtigung der zukünftigen Werkhalle beim Vor-Ort-Besuch. Foto: © GIZ/Fabrice Carstens
Ausführliche Besichtigung der zukünftigen Werkhalle beim Vor-Ort-Besuch. Foto: © GIZ/Fabrice Carstens
Vor Kurzem reiste der Metallbaumeister Fabrice Carstens für einen Spontaneinsatz nach Kairo, um das GIZ-Projekt „Förderung der dualen Ausbildung in Ägypten“ mit seiner Expertise bei der Planung von Werkstätten zu unterstützen. In der neu gestalteten Halle der Zein El Abedeen Berufschule sind bisher sind nur die Stromanschlüsse gelegt - in Zukunft sollen hier hunderte Lehrlinge an modernen Maschinen das Metallhandwerk erlernen.

Im Rahmen seiner Mission besichtigte er die Räumlichkeiten und vereinbarte gemeinsam mit dem Leiter der Schweißerausbildung die wichtigsten Eckdaten für die Ausschreibung. Dabei galt es, die Produktionsstraße so effizient wie möglich zu planen, die Spezifikationen für die Maschinen festzuschreiben und mit einer hochwertigen Schutzausrüstung die nötige Arbeitssicherheit sicherzustellen. Durch die klaren Vorgaben ist die Werkstatt künftig bestens ausgestattet und die Lehrlinge können ihr Handwerk auf der Basis internationaler Standards erlernen. Damit diese Standards auch langfristig eingehalten werden, setzt sich das GIZ-Projekt auch für eine bessere Qualität in der Berufsbildung ein und qualifiziert Lehrkräfte vor Ort.

» Weitere Informationen zum Projekt Förderung der Dualen Berufsbildung
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  Aktuell unterwegs  
 
Äthiopische Delegation in Karlsruhe und Freiburg
Geschäftsführer Valeri Najba der Firma Otto Rimmelspacher Apparatebau GmbH erläutert den Einsatz eines Bauteils für hydraulische Anwendungen. Foto: GIZ/Bärbel Heiser
Geschäftsführer Valeri Najba der Firma Otto Rimmelspacher Apparatebau GmbH erläutert den Einsatz eines Bauteils für hydraulische Anwendungen. Foto: GIZ/Bärbel Heiser
Zehn metallverarbeitende Betriebe in einer Woche und ein Treffen mit dem Oberbürgermeister von Karlsruhe – das ist die Bilanz der äthiopischen Delegationsreise, die wir gemeinsam mit dem GIZ-Vorhaben „Programm für eine nachhaltige Berufs- und Hochschulbildung (STEP)“ organisiert und durchgeführt haben. Schon bei der Matching-Reise von neun deutschen Meistern nach Äthiopien im vergangenen Jahr entstand die Idee für einen Gegenbesuch, möglich wurde er durch den Einsatz und das Engagament von Dirk Rothweiler von der Handwerkskammer Karlsruhe. Im September reisten insgesamt 12 äthiopische Inhaber von Metallbetrieben und fünf Berufsbildungsexperten nach Karlsruhe und Freiburg, um Strukturen von Innungen und Handwerkskammern wie auch die Praxis in deutschen Werkstätten und Berufsschulen besser kennenzulernen.

Neben einer immer noch funktionstüchtigen Metallverarbeitungsmaschine von 1960 gab es auch einen 3D-Drucker zu sehen. Durch den direkten Austausch zu einzelnen Techniken und Maschinen konnten viele Fragen beantwortet werden: Für die äthiopischen Betriebe sind die Beschaffung und der Betrieb hochwertiger Maschinen und Werkzeuge eine große Herausforderung, hier könnten deutsche Fachkräfte künftig beraten und schulen – erste Kontakte für Betriebspartnerschaften wurden bereits geknüpft. Während weiterer Besuche bei Kammern, Bildungszentren und Berufsschulen erhielten die Teilnehmer*innen zudem einen Einblick in die Organisation des Gewerks und wollen dieses Wissen nun nutzen, um sich in Äthiopien besser zu vernetzen und einen Branchenverband aufzubauen.

» Video der Kreishandwerkerschaft Karlsruhe zum Besuch
» STEP-Vorhaben
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  Termine und Fortbildungen  
 
  Kommende Termine  
 
  20. November 2019, Berlin, Afrika-Verein
1st German-African Forum on Vocational Training & Education
– Shaping the future of Employment
Programm ansehen und anmelden
 
 
   
 
  29. bis 30. November 2019, Bonn
Die Rolle des deutschen Handwerks in der EZ
Netzwerktreffen 2019 des „Skilled Crafts and Trades Network 4 Africa“
 
 
   
 
  Kontakt
Bei Fragen zu den Terminen:
» skilledcrafts@giz.de
 
  Fortbildung für Internationale Zusammenarbeit  
 
  Februar 2020, Augsburg, Handwerkskammer für Schwaben
Fortbildung für Internationale Zusammenarbeit
Fortbildung zur Fachfrau/Fachmann für Internationale Zusammenarbeit für interessierte Fachkräfte, die sich berufsbegleitend auf die Arbeit im Ausland vorbereiten wollen.
Informationen zur Fortbildung

 
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  Wir stellen vor  
 
Judith Cramer – Schreinermeisterin
  Judith Cramer – Schreinermeisterin. Foto: © Judith Cramer / privat, www.holzwerk-moebel.de/
Judith Cramer – Schreinermeisterin. Foto: © Judith Cramer / privat, www.holzwerk-moebel.de/
Judith Cramer ist Schreinermeisterin und entschied sich nach einer Matching-Reise im Rahmen des Vorhabens für einen zweiwöchigen Kurzzeiteinsatz in Ruanda. In mehreren Workshops gab sie rund 100 Schüler*innen einen Einblick in die Arbeit mit Holz und ermutigte sie dabei, ihre Stärken und Schwächen zu erkunden.

Warum wolltest du den Einsatz wahrnehmen?
Ich war sehr froh über die Möglichkeit, jungen Menschen in Ruanda praktische Erfahrungen an die Hand zu geben, damit sie gute berufliche Entscheidungen treffen können. Das ist überall auf der Welt sinnvoll, besonders aber dort, wo vielfach noch die Eltern über die Berufswahl entscheiden. Leider tun sie das oft unabhängig von den persönlichen Vorlieben oder Interessen der Kinder. Jede Volkswirtschaft profitiert, wenn möglichst viele Menschen eine Arbeit finden, die ihren Neigungen entspricht: Bin ich mit meiner Arbeit zufrieden, macht mich das maximal kreativ und produktiv.

Haben sich deine Erwartungen erfüllt?
Wir wurden von der Schulleitung, der Lehrerschaft und den vielen Azubis herzlich aufgenommen und die Bedingungen in der Berufsschule waren für unsere jungen Besucher optimal: Wir hatten einen eigenen Raum, in dem wir konzentriert arbeiten konnten und alle Materialien waren bestens vorbereitet. Zudem hatten wir einen ausgebildeten, ruandischen Schreiner an unserer Seite, der die Werkstatt kannte und bei Bedarf übersetzen konnte.

Was hat dich vor Ort besonders überrascht?
Positiv überrascht hat mich die Gelassenheit, mit der bei Stromausfall die Arbeit kurzerhand umdisponiert wird. Auch die Kreativität, mit der Maschinen und Anlagen repariert werden, ist beachtlich.

Wem würdest du einen ähnlichen Einsatz empfehlen?
Das Konzept der Workshops lässt sich aus meiner Sicht auch gut auf andere Gewerke übertragen. Im Handwerk ist es leicht, jungen Menschen eine greifbare Erfahrung des Berufs zu vermitteln. Um sie erfolgreich mitzunehmen, sind die pädagogischen und didaktischen Fähigkeiten aber deutlich wichtiger als eine herausragende Fachkompetenz.

Wie geht es jetzt konkret weiter?
Im Moment suchen wir nach weiteren Partnerberufsschulen, um das Angebot auszubauen. Dieses Format ist für die Schulen deshalb interessant, weil sie begabte Schüler*innen für sich gewinnen können. Diejenigen, denen die Begabung oder das Interesse fehlt, erkennen dies ebenfalls und so kann die Maßnahme auch den Eltern helfen, in eine geeignetere Berufsausbildung ihres Kindes zu investieren. Wir erstellen derzeit einen übergreifenden Bericht mit Bildmaterial, um die verantwortlichen Behörden für ähnliche und weitere Projekten dieser Art zu gewinnen.
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