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  Logos: „GIZ“ im Auftrag des BMZ“ in Kooperation mit „ZDH“  
  Ausgabe Nr. 2 | Juli 2019  
  Skilled Crafts Newsletter  
Skilled Crafts and Trades Network 4 Africa
  Aktuelle Entwicklungen im Projekt und Themen zum Handwerk in der EZ
Ein Newsletter von Skilled Crafts and Trades Network 4 Africa
 
 
 
  Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Skillend Crafts and Trades Network 4 Afrika
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in unserer zweiten Ausgabe treffen Sie wieder auf engagierte Handwerker*innen aus Deutschland und Afrika, die gemeinsam viel bewegen. Die Erfolge der verschiedenen Partnerschaften sprechen dabei für sich. Unser Vorhaben liefert zahlreiche gute Beispiele, wie das deutsche Handwerk dazu beitragen kann, berufliche Bildungsarbeit im Allgemeinen und fachliche Kompetenzen im Besonderen in Ländern Afrikas zu stärken.

Wieder mit dabei ist das „House for Africa“, dessen Dach in den letzten Tagen gedeckt wurde. In den kommenden Monaten gehen aber auch Projekte zum Blitzschutz und zur Behandlung von Oberflächen in die Umsetzung – wir halten Sie auf dem Laufenden!

Die wirtschaftliche Stärkung Afrikas steht für das BMZ weiterhin weit oben auf der Agenda, das Handwerk nimmt hier eine wichtige Rolle ein. Wie diese zukünftig aussehen kann, werden wir gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und dem Auftraggeber BMZ erarbeiten: Die Flexibilität von Branchen und Ländern hat sich bislang als Vorteil erwiesen, durch die verstärkte Zusammenarbeit mit anderen Vorhaben der GIZ vor Ort hoffen wir auf noch größere Wirkungen und viele weitere gemeinsame Erfolge des deutschen und afrikanischen Handwerks.



Detlev Jahn, Leiter des Vorhabens- und des GIZ-Teams
 
 
Wenden Sie sich bei allen Fragen zum Vorhaben und bei Einsätzen vor Ort an:
skilledcrafts@giz.de
 
   
 
Vom ersten Kontakt zum gemeinsamen Projekt
» House for Africa: Gewerke geben sich die Klinker in die Hand
» Ein Satz vom Einsatz vor Ort
Aus der Handwerkspraxis
» Stabile Partnerschaften aus Holz
Aktuell unterwegs
» Matchingreise Tansania
Termine und Fortbildungen
» Kommende Termine
» Fortbildung für Internationale Zusammenarbeit
Wir stellen vor
» Emanuel Saß - Elektromeister und Photovoltaik-Unternehmer
» Neu im Team: Bernd Schmidt und Romy Sprink
 
  Vom ersten Kontakt zum gemeinsamen Projekt  
 
House for Africa: Gewerke geben sich die Klinker in die Hand
Die drei Maurermeister aus Bayern waren zum ersten Mal im Einsatz in Afrika. Mit viel Spaß und deutsch-ugandischem Teamgeist wurden aus lokal produzierten Materialien erfolgreich die Wände des House for Africa in die Höhe gezogen. Foto: ©GIZ/Manfred Becker
Die drei Maurermeister aus Bayern waren zum ersten Mal im Einsatz in Afrika. Mit viel Spaß und deutsch-ugandischem Teamgeist wurden aus lokal produzierten Materialien erfolgreich die Wände des House for Africa in die Höhe gezogen. Foto: ©GIZ/Manfred Becker
Was bis vor Kurzem noch eine Idee war, wird nun Tag für Tag Wirklichkeit: Dank des Einsatzes der verschiedenen Gewerke stehen im Juli 2019 bereits die Mauern und der Dachstuhl des House for Africa. Statt eines Richtfestes gab es eine Ansprache vor 200 Schüler*innen, in der sich Michael Lenk, Inhaber eines Baubetriebes im Vorderen Odenwald, über die Fortschritte freut. Gemeinsam mit vielen Kolleg*innen unterstützt und begleitet er das Projekt vor Ort und von Deutschland aus. Die Grundidee, vor allem mit lokal verfügbaren Materialien zu arbeiten, erfordert immer wieder kreative Lösungen, geht aber auf: „Die Lehrlinge und Ausbilder*innen des St. Simon Peter's Vocational Training Centre in Uganda haben gelernt, wie sie mit vorhandenen Steinen mauern und aus kleinen Hölzern eine tragende Dachkonstruktion mit großer Spannweite fertigen können. Diese Qualifikation können sie nun weitergeben oder nutzen, um eine Arbeit zu finden“, beschreibt Lenk den Ansatz des Projekts. Und genau darum geht es dem Leiter der Berufsschule Father Joseph Bigirwa auch: Mit der Unterstützung deutscher Handwerker*innen kommt er seiner Vision näher, die über 400 Lehrlinge fit für den Arbeitsmarkt zu machen und ihre Berufschancen zu verbessern: „Als Lehrstück entsteht dabei ein Haus, aber vor allem viel neues Wissen und die Erfahrung, dass man gemeinsam jede Herausforderung meistern kann“.

Artikel Online:
» Aktives Netzwerken anstatt Almosen
» Dachdecker hilft Kollegen in Uganda
 
  Handwerksfond fördert internationale Kompetenz  
 
  Der von der sequa verwaltete Handwerksfond bezuschusst innovative Maßnahmen, mit denen deutsche Verbände, Innungen und Handwerkskammern die internationale Zusammenarbeit in der Berufsbildung stärken. Ein gelungenes Beispiel ist das Engagement der Kreishandwerkerschaft Augsburg: Diese empfing im Juli die zweite Delegation kenianischer Unternehmer und Akteure der beruflichen Bildung, um diese in Baringo County zu stärken. Die Antragsfrist für den Fond wurde bis 2020 verlängert.

Die Antragsfrist wurde bis 2020 verlängert: Antragsunterlagen herunterladen (PDF, 99KB)
 
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Ein Satz vom Einsatz vor Ort
Maurer – Fabio Pioli
„In Uganda ist beim Bauen jeder Tag auf's Neue eine Herausforderung. Es braucht viel Vertrauen und Improvisationsfreude. Am Ende zählen aber nicht die Probleme, die man hat, sondern die Lösungen, die man findet.“
 
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  Aus der Handwerkspraxis
 
 
Stabile Partnerschaften aus Holz
Mansuli Senyondo und Josef Kramhöller arbeiten bereits an ihrem ersten gemeinsamen Produkt, für das eine ugandische Baumrinde verwendet wird. Eve Zalwango und Orsine Mieland sprechen über die Umsetzung eines Austausches von Mitarbeiter*innen. Foto: GIZ/Lea Rau
Mansuli Senyondo und Josef Kramhöller arbeiten bereits an ihrem ersten gemeinsamen Produkt, für das eine ugandische Baumrinde verwendet wird. Eve Zalwango und Orsine Mieland sprechen über die Umsetzung eines Austausches von Mitarbeiter*innen. Foto: GIZ/Lea Rau
Mansuli Senyondo aus Uganda und Joseph Kramhöller aus Bayern stehen vor einer neuen CNC-Maschine für das Zuschneiden von passgenauen Holzteilen und ihre Augen leuchten. Als afrikanisch-deutsche Partnerschaft besuchten sie Ende Mai gemeinsam mit drei weiteren Teams die weltweit wichtigste Messe für Innovation in der Holzverarbeitung, die LIGNA in Hannover. Der Messebesuch ist wie ein Ausflug in die Zukunft und sorgte bei den insgesamt zehn Teilnehmer*innen für einiges Staunen zu den Möglichkeiten des Handwerks 4.0.

Frisch inspiriert setzten sie sich anschließend in einem Workshop zusammen und erarbeiteten Ansätze für die künftige Kooperation in den Partnerschaften. Der Export ugandischer Produkte war dabei ein ebenso großes Thema wie Projekte, die die Stärken beider Kulturen vereinen. Die afrikanischen Betriebe entwickelten zudem viele Ideen für eine bessere Zusammenarbeit vor Ort, zum Beispiel, um die berufliche Bildung für Tischler*innen und Schreiner*innen zu verbessern. Der Besuch einer Tischlerei in Hannover rundete das Programm mit einem weiteren praktischen Einblick in das deutsche Handwerk ab. Nach drei gemeinsamen Tagen war die gesamte Gruppe „on fire“ und bereit für die nächsten gemeinsamen Projekte, Produkte und Partnerschaftsbesuche. Künftig werden sich die Partnerschaften untereinander noch stärker bereichern.

» Die Messe in Bildern
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  Aktuell unterwegs  
 
Matchingreise Tansania
Der Händler Ursul verkauft und repariert im Auftrag der tansanischen Regierung 2400 importierte Traktoren. Foto: © GIZ/Lea Rau
Der Händler Ursul verkauft und repariert im Auftrag der tansanischen Regierung 2400 importierte Traktoren. Foto: © GIZ/Lea Rau
In Tansania wird in der Landwirtschaft vieles noch von Hand gemacht; vor allem die kleineren Betriebe haben keine Maschinen oder können vorhandene Traktoren nicht reparieren und warten. Am 11. Mai reisten daher acht Land- und Baumaschinenmechaniker*innen und Wirtschaftsexpert*innen aus dem Münsterland und Bayern für eine Woche nach Tansania, um sich einen Überblick zu verschaffen, wie sie als Partner unterstützen können. Vor Ort trafen die Teilnehmer*innen Thomas Rehberg, der die Gegebenheiten als Langzeitexperte des Westdeutschen Handwerkskammertages an der Berufsschule VETA Manyara bestens kennt. Durch Besuche bei Händlern, Farmen und Ausbildungsstätten erhielten die Mitreisenden einen guten Eindruck vom Land, dem Ausbildungssystem und dem Markt. Sie erfuhren, dass es für eine erfolgreiche Mechanisierung der Landwirtschaft derzeit vor allem am nötigen Wissen zur Wartung und Pflege von Maschinen fehlt. Die Zusammenarbeit von Berufsschulen mit den Farmen wurde daher von allen als große Chance gesehen, um Theorie und Praxis miteinander zu verbinden. Schon bald kehrt der erste Reiseteilnehmer für einen Kurzzeiteinsatz an die Berufsschule zurück, um den dualen Ansatz auszubauen und weitere Kooperationsmöglichkeiten auszuloten.

Artikel zur Reise:
» Handwerker entdecken Afrika –
» Matching-Reisen nach Südafrika und Tansania

» Deutsche Handwerker in Afrika:
» Matchingreise nach Tansania
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  Termine und Fortbildungen  
 
  Kommende Termine  
 
  21. September 2019, Heilbronn
Pavillon des Handwerks: Veranstaltungen auf der Bundesgartenschau
» Weitere Informationen
 
 
   
 
  2. Oktober 2019
Konferenz zum „Skills-Experts“-Programm, das Mittelständler und ihre lokalen Partner bei der dualen Ausbildung nach deutschem Standard im Ausland unterstützt
» Skills Experts: Fachkräfte für deutsche Unternehmen im Ausland ausbilden und sichern
 
 
   
 
  20. Bis 22. Oktober 2019, Abijan, Yamoussoukro, Elfenbeinküste
iMove Delegationsreise nach Elfenbeinküste zur eLearning Africa
» Mehr Informationen
 
 
   
 
  29. bis 30. November 2019, Bonn
Übergreifendes Netzwerktreffen für Handwerksbetriebe, die sich in der Entwicklungszusammenarbeit engagieren
 
 
   
 
  Kontakt
Bei Fragen zu den Terminen:
» skilledcrafts@giz.de
 
  Fortbildung für Internationale Zusammenarbeit  
 
  An der Handwerkskammer für Schwaben startet Anfang September eine Fortbildung zur Fachfrau/Fachmann für Internationale Zusammenarbeit.

Mit 200 Unterrichtseinheiten und einem Auslandseinsatz können sich interessierte Fachkräfte berufsbegleitend auf die Arbeit im Ausland vorbereiten: Informationen zur Fortbildung Fachmann/Fachfrau für Internationale Zusammenarbeit

Kontakt:
Andrei Leporda
Tel.: 082132591324
 
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  Wir stellen vor  
 
Emanuel Saß – Elektromeister und Photovoltaik-Unternehmer
  Der Kurzzeitexperte, Emanuel Saß (links), und Kursteilnehmer*innen messen die Solarmodul-Werte mit einem „Benning PV 1“.
Der Kurzzeitexperte, Emanuel Saß (links), und Kursteilnehmer*innen messen die Solarmodul-Werte mit einem „Benning PV 1“.
Emanuel Saß ist Berater für und Betreiber von Photovoltaik-Anlagen und hat mehrere Ratgeberbücher zum Thema verfasst. Im Frühjahr reiste er mit auf die Matchingreise nach Südafrika und anschließend für einen Kurzzeiteinsatz nach Kampala, Uganda. Dort schulte er rund 30 Lehrer*innen, Student*innen und Firmenmitarbeiter*innen in den Grundlagen der Elektrotechnik und Photovoltaik.

Warum hast Du Dich für einen Kurzzeiteinsatz entschieden?
Für mich gibt es nicht den einen Grund, es sind gleich mehrere: Neben einer gewissen Abenteuerlust und dem Arbeiten unter fremden (Sprach)Bedingungen halte ich Photovoltaik natürlich nicht nur für Deutschland, sondern auch weltweit für wichtig! Afrika ist geradezu prädestiniert für diese Energieform, es ist ein enormes Potenzial vorhanden. Wenn wir von Klimawandel und Energiewende sprechen, gilt das nicht nur für den globalen industriellen Nord-Westen. Hierzulande leben wir seit bald 20 Jahren mit der Energiewende und die Lernkurve ist groß. Was liegt näher, als dieses Know-how nun in die Welt zu tragen? Für das Land und jede Familie kann eine unabhängige Energieversorgung durch Solarenergie ein großer Entwicklungsschritt sein.

Hast Du Deine Ziele erreicht?
Eindeutig ja, auch wenn ich recht wenige Erwartungen hatte. Da es einen solchen Einsatz in dieser Form noch nie gab, konnte ich im Vorfeld auch nicht viel klären. Ich hatte daher sehr viel Unterrichtsmaterial dabei und habe den nächsten Schulungstag abends jeweils entsprechend der Bedürfnisse der Teilnehmer*innen vorbereitet. Unter anderem mit einem Ausflug zum Blitzschutz, weil es häufig Fragen dazu gab. Zum Glück habe ich zu Hause in letzter Sekunde noch ein spezielles Messgerät in den Koffer geworfen – das diente als wichtiges Anschauungsmaterial. Insgesamt ergab sich ein klares Bild, was Kolleg*innen in solchen Einsätzen im Bereich der Erneuerbaren Energien leisten können und was nicht. Meine Ziele wurden damit mehr als erreicht.

Was hat Dich vor Ort besonders überrascht?
Mein Klassenraum war voll, aber es dauert eine Weile, bis die „Schüler*innen“ aus sich herauskamen und sich aktiv beteiligten. Das hätte ich so nicht erwartet. Und dann gibt es ein großes ästhetisches Bewusstsein – manch eine Solaranlage kann nicht gebaut werden, weil es für die Dame des Hauses optisch nicht passt. Hier braucht es noch einiges an Aufklärungsarbeit zu den Vorteilen und Chancen dieser Technik. Umso mehr habe ich mich aber gefreut, dass auch einige Frauen an meinen Schulungen teilgenommen haben.

Was muss sich verändern, damit es auch künftig vorwärts geht?
Auf jeden Fall bräuchte es einen strukturierten Lehrplan mit den wichtigsten Modulen! In Uganda stellen sich zu den Erneuerbaren Energien sicherlich bald die gleichen Fragen wie in Deutschland. Die können nur gelöst werden, wenn das Wissen vor Ort gestärkt wird. Und dann fehlt es an dem nötigen Messgerät, um sauber arbeiten zu können. Sonst gehen teure Anlagen kaputt, der Strom kommt nicht dort an, wo er gebraucht wird und es ist unnötig gefährlich für die Installateur*innen. Es ist ein guter Ansatz, die Leute an der Basis der Trainings zu erreichen und sie zu ermutigen, das neue Wissen anzuwenden und Kund*innen dafür zu finden. Da kann viel passieren an dieser Schnittstelle.

Wem würdest Du einen solchen Einsatz empfehlen?
Jedem, der tropische Hitze gut ertragen kann und Lust hat, etwas aufzubauen. Als „Mista from Germany“ habe ich sehr viel Aufmerksamkeit bekommen. Die Teilnehmer*innen waren zum großen Teil sehr aufgeweckt und wissbegierig – da macht das Unterrichten Spaß. Ich rede gerne viel, das hat also auch gut gepasst.
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Neu im Team: Bernd Schmidt und Romy Sprink
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Bernd Schmidt
Kommunikation sowie Monitoring & Evaluierung
Seit Anfang Juli verstärke ich das Team mit meinen Erfahrungen aus mehr als 10 Jahren in der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft der GIZ. Die letzten fast fünf davon konnte ich im südlichen und im östlichen Afrika machen. Ich freue mich auf viele direkte Kontakte, spannende Veränderungen und den Dialog untereinander ebenso wie mit Außenstehenden. Gleichzeitig möchte ich mit Ihnen die gemeinsamen Erfolge messen und Verbesserungspotenziale ausfindig machen. Auf gute Zusammenarbeit!
bernd.schmidt@giz.de
Romy Sprink.
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Romy Sprink
Junior-Finanzmanagerin
Bereits während meiner Ausbildung in der GIZ habe ich verschiedene Bereiche des Unternehmens kennengelernt, unter anderem auch den Personalbereich und die damit verbundenen Abläufe der Entsendung von Kolleg*innen und Kurzzeitexpert*innen ins Ausland. Künftig bin ich Ihre Ansprechpartnerin für Verträge und damit für die unkomplizierte Abwicklung der Einsätze mit verantwortlich. Parallel dazu behalte ich die Finanzen des Vorhabens im Blick. Ich freue mich auf diese neue Aufgabe!
romy.sprink@giz.de
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