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  Logos: „GIZ“ im Auftrag des BMZ“ in Kooperation mit „ZDH“  
  Ausgabe Nr. 1 | April 2019  
  Skilled Crafts Newsletter  
Skilled Crafts and Trades Network 4 Africa
  Aktuelle Entwicklungen im Projekt und Themen zum Handwerk in der EZ
Ein Newsletter von Skilled Crafts and Trades Network 4 Africa
 
 
 
  Liebe Leser*innen,

Skillend Crafts and Trades Network 4 Afrika
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in den vergangenen Monaten hat sich in unserem Projekt viel bewegt: Zahlreiche Handwerker*innen sind nach Afrika gereist und haben ihr Wissen und ihre praktischen Erfahrungen mit Kolleg*innen vor Ort geteilt. Gemeinsam wurden Dächer gedeckt, Baupläne studiert und Blitzableiter inspiziert. Wir berichten hier über das Engagement, die Erfahrungen und die Projekte, die aus unserer Kooperation mit dem Handwerk entstehen und wünschen Ihnen eine unterhaltsame Lektüre mit der ersten Ausgabe unseres Newsletters. Von nun an erhalten Sie diesen vierteljährlich.

Ihr Skilled Crafts and Trades Network 4 Africa
 
   
 
Vom ersten Kontakt zum gemeinsamen Projekt
» Projektbericht House for Africa
» Ein Satz vom Einsatz vor Ort
Aus der Handwerkspraxis
» Handwerk in leitender Funktion: Blitzschutz
Aktuell unterwegs
» Matchingreise Südafrika
» Kommende Termine
Wir stellen vor
» Orsine Mieland, Tischlermeisterin in Berlin
 
  Vom ersten Kontakt zum gemeinsamen Projekt  
 
Projektbericht House for Africa
  Projektteam des „House for Africa“ im Gespräch mit Father Joseph, dem Direktor der Partnerschule in Uganda.Foto: © GIZ/Tanja Neumann
Projektteam des „House for Africa“ im Gespräch mit Father Joseph, dem Direktor der Partnerschule in Uganda.Foto: © GIZ/Tanja Neumann
Stolz blickt Mario Kunzendorf mit seinem Team auf den Werkplan des House for Africa in Hoima im Westen Ugandas. Er ist die Grundlage für ein Musterhaus auf dem Gelände des St. Simon Peter's Vocational Traning Centre und gleichzeitig für ein modulares System, mit dem Gebäude passend zu den unterschiedlichen Wohn-, Lern- und Arbeitsbedürfnissen in Afrika entworfen und gebaut werden können.

Die Idee zu diesem Projekt kam dem Dachdeckerobermeister und weiteren Teilnehmer*innen einer Delegationsreise im Juli 2018. Rund zehn Monate später sind vier von ihnen wieder vor Ort und bereiten den Bau vor. Dafür haben sie einen Ansatz der dualen Ausbildung genutzt und lokal angepasst, wie Mario Kunzendorf beschreibt: „Das House for Africa ist so konzipiert, dass es mit örtlich verfügbaren Materialien und Geräten gebaut werden kann und beispielsweise auch termitenfest ist. Gleichzeitig dient es als Lehrwerkstatt für die verschiedenen Gewerke. Sie lernen, effektiv zusammenzuarbeiten und die Ausbilder können das Wissen praxisnah weitergeben.“

» Artikel zum Projekt in DACH.live
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Ein Satz vom Einsatz vor Ort
Michael Lenk, Roßdorf: Bei meinem Kurzzeiteinsatz in einem Berufsbildungszentrum in Kampala stand ich direkt neben einem Auszubildenden auf dem neu gebauten Dach. Er schaute auf unsere Arbeit und sagte: „Dank Dir können wir diese Dächer nun mit einfachen Mitteln schnell und günstig selbst bauen. Das kann hier sonst niemand.“ Das ist für mich der größte Erfolg.
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  Aus der Handwerkspraxis
 
 
Handwerk in leitender Funktion: Blitzschutz
Ein starkes Team: Japhet Dufitumukiza und Uwe Mäusgeier mit dem Technischen Berater der Rubengera Technical Secondary School Ruprecht Manz. Foto: © GIZ/Uwe Mäusgeier
Ein starkes Team: Japhet Dufitumukiza und Uwe Mäusgeier mit dem Technischen Berater der Rubengera Technical Secondary School Ruprecht Manz. Foto: © GIZ/Uwe Mäusgeier
 
  Kontakt  
 
  Falls Sie Interesse an einer praxisnahen Zusammenarbeit zum Thema Blitzschutz in Afrika haben, können Sie sich gerne bei Bärbel Heiser melden: » baerbel.heiser@giz.de  
  Wissen kompakt  
 
  Weitere Informationen zu einem möglichen Engagement in Afrika finden Sie hier:
» ZDH Publikationen
» E-Learning-Kurs: FitAfrica


Video E-Learning-Kurs © ZWH
 
Dank Ableitern, Erdung und Überspannungsschutz muss sich in Deutschland bei Gewitter kaum jemand sorgen. Menschen und Geräte sind vor Schäden durch Blitzeinschlag sicher. Mit dem Engagement zweier deutscher Handwerksmeister soll diese Sicherheit künftig auch in Ruanda selbstverständlich werden, denn bisher gibt es dort keine einheitlichen Standards und kaum praktisches Wissen für die Installationen von Schutzanlagen. Das nötige Material muss zudem aufwändig importiert werden. Und das obwohl der Bedarf im Land der tausend Hügel besonders groß ist: Jährlich sterben rund 250 Menschen durch Blitzeinschläge.

Für Uwe Mäusgeier und Japhet Dufitumukiza sind das 250 zu viel, daher entwickeln sie in Zusammenarbeit mit der GIZ, der ruandischen Regierung sowie lokalen und deutschen Unternehmen derzeit Ideen für einheitliche Vorgaben und ein praxisnahes Training. Im Herbst 2019 werden sie den „Blitzschutz made in Rwanda“ an einem ersten Gebäude einer Berufsschule vor Ort installieren und dabei auch die lokalen Ausbilder*innen schulen. Künftig können ihre ruandischen Kollegen*innen die Häuser dann selbstständig blitzsicher machen und ihr Wissen weitergeben.

Medienberichte zum Projekt
» Artikel in der Fachzeitschrift DACH.live
» Artikel in der Hersfelder Zeitung
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  Aktuell unterwegs  
 
Matchingreise in Südafrika
Elektrotechnikermeister Martin Wurm mit Schüler*innen des Ekurhuleni East TVET College in Südafrika. Foto: © GIZ/Andrei Leporda
Elektrotechnikermeister Martin Wurm mit Schüler*innen des Ekurhuleni East TVET College in Südafrika. Foto: © GIZ/Andrei Leporda
Vom 6. bis zum 14. April reisten insgesamt 10 Handwerker*innen nach Südafrika, um Kooperationsmöglichkeiten der beruflichen Bildung in den Gewerken Sanitär, Heizung, Klima sowie Elektrotechnik auszuloten. In den vielen Gesprächen ging es um die Chancen zur Verbesserung der Sanitäranlagen, aber auch um die Versorgung des Landes mit (nachhaltiger) Energie beispielsweise über Photovoltaik. Die Teilnehmer*innen knüpften erste Kontakte zu lokalen Unternehmen, einem College und Projekten der Entwicklungszusammenarbeit und konnten sich mit den Arbeitsbedingungen vor Ort vertraut machen. Dabei kamen auch soziale Themen zur Sprache, denn noch immer sind die Ausbildungs- und Berufschancen vieler Menschen in Südafrika oft abhängig von der Hautfarbe. Der internationale Austausch im Handwerk ist eine gute Möglichkeit, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen und positive Veränderungen anzustoßen. Südafrika hat viel zu bieten und entwickelt sich wirtschaftlich sehr gut – durch eine enge Zusammenarbeit von deutschen und südafrikanischen Fachkräften können die daraus entstehenden Chancen von allen erfolgreich genutzt werden.

Weiterführende Informationen
» Der Bereich Entwicklungszusammenarbeit des ZDH
» GIZ Partnerprojekt SD4GE
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Kommende Termine
6. Mai 2019, Berlin
Planungsworkshop mit BMZ, ZDH und GIZ
11. bis 18. Mai 2019, Dar Es Salaam und Arusha, Tansania
Matchingreise mit Vertreter*innen des Land- und Baumaschinensektors
29. bis 30. November 2019, Bonn
Übergreifendes Netzwerktreffen für Handwerksbetriebe, die sich in der Entwicklungszusammenarbeit engagieren
Kontakt
Bei Fragen zu den Terminen:
» skilledcrafts@giz.de
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  Wir stellen vor  
 
Orsine Mieland, Tischlermeisterin
  Orsine Mieland. Foto: ©Orsine Mieland
Orsine Mieland. Foto: ©Orsine Mieland
Orsine Mieland ist Tischlermeisterin und Geschäftsführerin einer Tischlerei in Berlin und bildet dort seit mehr als 20 Jahren aus. 2018 reiste sie im Rahmen des Projekts mit einer Delegation von sieben Frauen aus dem Handwerk nach Ruanda und besuchte dort verschiedene Betriebe aus dem Holzsektor und Berufsbildungsorganisationen.

Warum wolltest Du an der Reise teilnehmen?
Ich war sehr neugierig auf das Land und die Menschen. Ich wollte sehen, wie mein Handwerk vor Ort ausgeübt wird und natürlich auch geschäftliche Kontakte herstellen. Ein konkretes Ziel war es, eine gleichberechtigte Partnerschaft mit afrikanischen Betrieben anzustoßen. Darüber hinaus habe ich mir Impulse für mein eigenes Leben und für eine bessere Work-Life-Balance erhofft.

Haben sich Deine Erwartungen erfüllt?
Mit der Reise habe ich einen neuen Blick auf Afrika gewonnen und es ganz anders erlebt, als ich es mir vorgestellt hatte. Durch die vielen Gespräche in Ruanda verstehe ich die Kultur besser und kann mich in Menschen einfühlen, die aus Afrika kommen und in Deutschland leben. Die Reise hat mich sehr inspiriert und ich möchte mein Wissen und meine Erfahrungen künftig gerne einbringen, um die Kolleg*innen im Tischlerhandwerk und bei der Entwicklung ihrer Unternehmen zu unterstützen. Ich wünsche mir viele weitere Begegnungen mit Land und Leuten.

Was hat Dich vor Ort besonders überrascht?
Ich war sehr beeindruckt von der Unternehmungslust, der unglaublichen Tatkraft und dem Mut der jungen Leute und insbesondere der Frauen, denen wir begegnet sind. Das ist auch deshalb so beeindruckend, weil es in Ruanda sehr schwer ist, das nötige Material, die Maschinen und eine Finanzierung zu bekommen. Kaum ein Betrieb kann es sich leisten, Messen oder Fortbildungen im Ausland zu besuchen.

Wem würdest Du eine solche Reise empfehlen?
Allen, die ihren Horizont erweitern und etwas weitergeben wollen. Während der gesamten Reise herrschte in unserer Gruppe und bei allen Begegnungen eine kameradschaftliche und vertrauensvolle Stimmung. Neben den neuen Eindrücken und Kontakten habe ich aber vor allem eine Idee davon gewonnen, wie ich die Betriebe unterstützen und vor Ort etwas bewirken kann. Ich empfehle die Reise und das Netzwerk allen Handwerker*innen, die sich für Afrika und einen beruflichen Austausch interessieren.

Und wie geht es jetzt konkret weiter?
Durch die Reise hat sich ein Kontakt zu Eve Zalwango ergeben, die Inhaberin der ugandischen Firma V-Interiors ist. Ich habe sie gerade beraten und dabei haben wir viele berufliche und auch private Gemeinsamkeiten festgestellt. Wir schauen jetzt, wie wir weiter zusammenarbeiten und den Austausch durch Kurzzeiteinsätze fördern können. Mit etwas Glück kommt sie demnächst für eine Messe nach Deutschland und im Anschluss zur Hospitation zu uns in den Betrieb.

» Tischlereibetrieb von Orsine Mieland
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